Hundebesitzer berichten von ihren guten Erfahrungen mit Traumeel, einem homöopathischen Mittel. Und sie sind der Überzeugung, dass die Pflanzenheilkunde auch für Vierbeiner eine gute und sanfte Alternative zu den chemischen Präparaten ist.

Hinsichtlich dieses Präparats verfügt die Tiermedizin bereits über eine 60-jährige Erfahrung, und die Begeisterung dafür hat im Lauf der Jahre kaum nachgelassen.

Tiermediziner loben die Vielseitigkeit, bei der es eingesetzt werden kann. Und auch die verschiedenen Darreichungsformen.

Aus welchen Bestandteile setzt sich dieses Präparat zusammen?

Je nach beabsichtigter Wirkungsweise finden sich mehr als zehn verschiedenen pflanzliche Stoffe, die jeweils einen speziellen Wirkstoff liefern. Die Kombination mehrerer ähnlicher Wirkstoffe aus verschiedenen Pflanzen steigert die Wirksamkeit. Allerdings hat die Dosierung auch Grenzen, denn einige dieser Pflanzen sind in höherer Dosierung giftig. Die richtige Dosierung, wie sie vom Tierarzt empfohlen wird, birgt dennoch keinerlei gesundheitliche Risiken für Hunde.

Zu den üblichen Bestandteilen gehören Echte Arnika, Sonnenhut , Sonnentau und Ringelblume als entzündungshemmende und schmerzstillende Mittel und Ringelblume. Diese ist für ihre antibakterielle Wirkung bekannt und für die Fähigkeit, zur Zellerneuerung beizutragen. Krampflösend und beruhigend wirkt die Tollkirsche, entzündungshemmend und wundheilend dagegen Blauer Eisenhut, Virginische Zaubernuss und Echte Kamille. Den Stoffwechsel regen die Wirkstoffe des Gänseblümchens an und zur Beruhigung trägt das Echte Johanniskraut bei. Zu den Mineralstoffen, die sich ebenfalls in dem Präparat finden gehören Quecksilber und Kalkschwefelleber. Beiden wird entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen.

Das Medikament kann in Form von Tabletten oder Gel verabreicht werden. Unter ärztlicher Kontrolle auch als Injektion.

Wann muss ich meinem Hund Traumeel geben?

Erkrankungen kündigen sich meist an und jeder Hundebesitzer merkt sofort, wenn seinem Liebling etwas fehlt. Scheint es sich um kleinere Leiden oder Unpässlichkeiten zu handeln, so lässt sich mit diesem Medikament schnell wieder die nötige Energie zuführen. Kleinere Wunden lassen sich durch eine Gel-Anwendung behandeln, ebenso Entzündungen. Hier zeigt es sich, dass es von Vorteil ist, dieses Medikament in der Hausapotheke für den sofortigen Einsatz parat zu haben. Falls die Beschwerden nicht in den Griff zu bekommen sind, muss der Tierarzt aufgesucht werden. Er entscheidet darüber, auf welche Weise die Therapie fortgesetzt werden sollte.

Wann sollte es nicht gegeben werden?

Homöopathische Mittel wirken selten sofort. Es muss damit gerechnet werden, dass die Wirkung erst nach einigen Tagen eintritt. Bei Erkrankungen, die umgehende Wirkung erfordern, sollte über stärkere Medikamente nachgedacht werden. Aber auch hierfür ist der Tierarzt mit seiner großen Erfahrung zuständig.

Ganz selten kann es vorkommen, dass die Hunde gegen bestimmte Inhaltsstoffe allergisch sind. Hier muss ebenfalls eine andere Medikamentierung in Erwägung gezogen werden. Auch sollten trächtige Hunde das Mittel nicht einnehmen, und auch bei Welpen ist Vorsicht geboten, da die Wirkstoffe unter Umständen viel stärker reagieren.

Was gibt es noch zu beachten?

Beim Kauf muss unbedingt darauf geachtet werden, Traumeel für Hunde auszusuchen. Nicht automatisch lässt sich die Version für Menschen auch auf Tiere übertragen. Das Medikament lässt sich sehr gut unter das normale Hundefutter mischen. Beim Auftragen von Gel kann es nötig sein, dem Hund eine Halskrause anzulegen, damit die wunden Stellen und das Gel nicht abgeleckt werden.