Die individuell angefertigte Anti-Schnarchschiene wird beim Schlafen im Mund getragen. Dabei ist das Modell, das am häufigsten Anwendung findet, das Zwei-Schienen-System. Hierzu werden für die beiden Kiefer diese individuell angepassten Schienen, welche aus Kunststoff bestehen, mit dünnen Führungsstegen verbunden. Mit dem Tragen der Schienen gerät neben dem Unterkiefer auch die Zunge während der Nachtruhe in eine stabil nach vorn verlagerte Stellung. Dadurch kommt es zur Erweiterung des oberen Atemwegs. Damit kann dann der Körper erneut mit genügend Sauerstoff versorgt werden. Aufgrund dieser kleinen physischen Veränderung sind Schnarchgeräusche nicht mehr möglich. Damit ist wieder ein erholsamer Schlaf gegeben, auch für den eventuell daneben liegenden Partner. Eine Protrusionsschiene bietet im Vergleich zu der Atemmaske, die man auf das Gesicht aufsetzt, einen hohen Tragekomfort. Denn sie ist leicht, einstellbar und macht flexible Kieferbewegungen beim Schlafen möglich. Selbst das Trinken kann ohne Probleme mit der Anti-Schnarchschiene erfolgen. Man hat die Möglichkeit, diese ebenso auf Reisen unkompliziert zu tragen. Für die Unterkieferprotrusionsschiene braucht man im Übrigen keinen Stromanschluss. Das erste Gerät dieser Art wurde schon im Jahr 1984 entwickelt. Inzwischen kann man auf eine mehrjährige Erfahrung und stetige Weiterentwicklungen zurückgreifen.

Anti-Schnarchschiene

Wie lange die Schnarchschiene zu tragen ist

Die Therapie mit der Protusionsschiene muss auf die Dauer erfolgen. Denn wie mit den anderen Geräten zur Behandlung von schlafmedizinischen Krankheiten, ist das Heilen der gestörten Atmung nicht möglich. Die Anti-Schnarchschiene wirkt nur, wenn sie auch wirklich getragen wird. Damit sich ein größtmöglicher Behandlungserfolg erzielen lässt, ist es daher von Bedeutung, dass diese Schiene regelmäßig beim Schlafen zum Einsatz kommt.